Neuigkeiten und aktuelle Projekte von Sunovation

Innovationsaward für integrierte Photovoltaik 2022

Preisträger: Projekt Matzleinsdorfer Platz in Wien

Elsenfeld, April 2022 – Das Projekt "Bahnsteig Matzleinsdorfer Platz" in Wien von Architekturbüro Reinberg ZT mit Glas-Glas-Modulen von SUNOVATION hat den diesjährigen "Preis für PV in der Infrastruktur" der TPPV - Technologieplattform Photovoltaik Österreich gewonnen.

Jury-Begründung: Die Anwendung der PV auf Bahnsteigdächern ist eine ideales Einsatzgebiet mit vielen Vorteilen; Multifunktionalität: abgesehen vom Witterungsschutz wird Stromproduktion mit Sonnenschutz des Bahnbereiches kombiniert; Reduktion der künstlichen Beleuchtung durch semitransparente Module; dieses Projekt hat große Öffentlichkeitswirksamkeit; es sollte wegweisend und Vorbild für weitere Bahnsteige und ähnliche Anwendungen sein; es wäre wünschenswert, wenn sich dies zum Standard bei Haltestellen von öffentlichen Verkehrsmitteln entwickelt.

Solar Decathlon Europe (SDE 21/22)

SUNOVATION liefert Solarfassade & Solardach für Team MIMO aus Düsseldorf

Elsenfeld, März 2022 – Im Juni 2022 findet das Finale des Solar Decathlon Europe 21/22 (SDE 21/22) in Wuppertal statt. 18 Teams aus elf Ländern stellen sich der Herausforderung das Wohnen und Leben von morgen zu verbessern. Im renommierten Hochschulwettbewerb geht es um Sanierungs- und Nachverdichtungsentwürfe für künftige klimaneutrale Quartiere. SUNOVATION unterstützt das Düsseldorfer Team MIMO mit Glas-Glas-Modulen eFORM clear für ihre gebäudeintegrierte Solarfassade und Solarüberdachung.

Team MIMO

Das Team MIMO der Hochschule Düsseldorf (HSD) befasst sich mit der Sanierung und Aufstockung eines Lagerhauses in Wuppertal aus dem Jahr 1905, welches als Café Ada Bekanntheit erlangt hat. Neben architektonischen und technischen Herausforderungen gilt es das äußere Erscheinungsbild im Zuge der Bestandssanierung zu erhalten. Frei nach dem Leitgedanken ‹MINIMAL IMPACT - MAXIMUM OUTPUT (MIMO)› erarbeitet das interdisziplinäre Team ein Konzept zur ressourceneffizienten Nachverdichtung. Beim Finale in Wuppertal präsentieren sie einen Ausschnitt ihres Entwurfskonzepts in Form von zwei gestapelten, kompakten Vollholz-Wohnmodulen innerhalb einer voll funktionstüchtigen, intelligent gesteuerten Klimahülle.

 

Klimahülle als intelligente Fassade

Die Klimahülle bildet die Außenhaut der Aufstockung und umschließt als intelligente Fassade die Wohnmodule und deren Zwischenräume. Sie ist als 3-fach Isolierverglasung ausgeführt und besteht aus beweglichen Glaslamellen mit integrierter Photovoltaik. Die Glas-Glas-Module SUNOVATION eFORM clear wurden projektspezifisch dimensioniert und produziert. Geometrie, Größe, Glasaufbau und Zellbelegung sind ganz nach den Wünschen des Team MIMO ausgestaltet. Durch eine individuell abgestimmte Anordnung der PV-Zellen in der teiltransparenten Oberfläche ergibt sich ein Spiel aus Verschattung, Transparenz, Ein- und Ausblicken. Einige Bereiche der Fassadenfläche werden freigehalten, um Ausblicke aus dem Gebäude zu erhalten und den ungestörten Einfall von Tageslicht in den Innenraum zu gewährleisten. Das Dach ist ebenfalls mit Glas-Glas-Modulen SUNOVATION eFORM clear in 3-fach Isolierverglasung ausgeführt. Die Verwendung kristalliner Zelltechnologien, hochtransparenter Gläser und des einzigartigen Produktionsverfahrens garantiert höchste und langfristig stabile Energie-Erträge. Aufgrund der speziellen Silikon-Einbettung verfügen sie zudem über eine hervorragende Schalldämmung. Die Luftschalldämmungswerte, welche erreicht werden, liegen über den Werten von vergleichbaren Glasaufbauten mit speziellen Schallschutzfolien. Die elektrischen Kabel werden durch verdeckte Randanschlüsse verlegt und unsichtbar installiert.

 

SDE 21/22

Der Wettbewerbsfokus des SDE 21/22 liegt auf zukunftsgerichteter, nachhaltiger Stadtentwicklung. Es werden konkrete Lösungen und innovative Nachverdichtungskonzepte für bereits existierende Gebäude und klimaneutrale Quartiere gesucht. Die Teams beschäftigen sich mit hierbei mit Fragen wie Energieeffizienz, Klimaneutralität, mobiler und sozialer Vernetzung im urbanen Kontext und Realisierbarkeit.

Zukunftstechnologie Perowskit-Solarmodule

SUNOVATION entwickelt mit Forschungsteam vom KIT Perowskit-Solarmodule in Farbe

Elsenfeld, Februar 2022 – SUNOVATION entwickelte gemeinsam mit Forschern des KIT im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojektes PrintPero eine Tintenstrahldruck-Methode, mit der Perowskit-Solarmodule eingefärbt werden können. Perowskit-Solarzellen werden als Zukunftstechnologie angesehen und erreichen im Labor bereits Wirkungsgrade von über 25 Prozent. Da in der gebäudeintegrierten Photovoltaik die ästhetische Einbettung in das architektonische Gesamtkonzept einen besonderen Stellenwert einnimmt, arbeitete das Projektteam an der Entwicklung farbiger Perowskit-Zellen. Hierbei konnten die Forscher mit ihren farbigen Perowskit-Zellen Wirkungsgrade von 14 Prozent erreichen. "Das ist für den aktuellen Entwicklungsstand bereits ein sehr guter Wert, der das Potential der Technologie für die Zukunft aufzeigt", so Christof Erban, Leiter F&E bei SUNOVATION.

Zukunftstechnologie

Perowskit-Solarzellen zeigen im Labor Wirkungsgrade von über 25 Prozent. Noch gilt das allerdings nur im Kleinen: „Eine zentrale Hürde für den Markteintritt der Technologie ist es, neben der Stabilität, den auf kleinen Flächen erzielten hohen Wirkungsgrad auf große Flächen zu übertragen“, so Tenure-Track-Professor Ulrich W. Paetzold vom Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT) des KIT. SUNOVATION arbeitet bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Verfahren der Farbgebung. So kommen bspw. die farbigen Solarmodule der derzeitig größten Solaranlage der Welt in Mekka vom deutschen Hersteller SUNOVATION. Aktuell werden leistungsstarke, farbige Module für Solarfassaden mit Silizium-Zellen und farbigen Beschichtungsverfahren im Modulverbund hergestellt, da mit dieser Technologie nach wie vor die besten Erträge zu erzielen sind (siehe Kollektion „ColorQuant“).

 

Farbeindruck ist unabhängig vom Lichteinfall

Der gewählte Ansatz hat einen weiteren erheblichen Vorteil: „Bisher war bei der Herstellung von farbigen Perowskit-Solarzellen der farbliche Eindruck der Solarzelle für den Betrachter stark vom Winkel des einfallenden Lichts abhängig“, erklärt Projektkoordinator Helge Eggers vom IMT. „Bei unserer Methode ist die verwendete Farbe dagegen fast gar nicht vom Einfallwinkel des Sonnenlichts abhängig, sondern sieht immer gleich aus“, so Eggers. In einer groß angelegten Experimentreihe konnten die Forschenden belegen, dass diese ursprünglich für Solarmodule aus Silizium entwickelte Methode auch bei Perowskit-Solarmodulen effizient anwendbar ist. Die lebhaft in den Basisfarben Cyan, Magenta und Gelb kolorierten Solarzellen zeigten bis zu 60 Prozent der ursprünglichen Effizienz beim Umwandeln von Solarenergie in Strom.

 

Solarmodule in Marmoroptik dank Farbmischung

Die Methode hat außerdem einen weiteren Vorteil: Durch die Tintenstrahldrucktechnik können diese Farben gemischt werden. Damit ist nicht nur ein weites Farbspektrum möglich, sondern auch der Druck komplexer Farbmuster. Die Forschenden nutzten dies, um Solarmodule in der Optik von verschiedenen Baumaterialien herzustellen. Besonders effizient zeigten sich Perowskit-Solarmodule in weißer Marmoroptik. Hier konnte das Team Wirkungsgrade von bis zu 14 Prozent erreichen.

 

Förderkennzahl Projekt PrintPero: 03SF0557B

Details zum KIT-Zentrum Energie: www.energie.kit.edu

Details zu SUNOVATION: www.sunovation.de

 

Neue Generation farbiger Solarmodule für die Gebäudeintegration

Kollektion „ColorQuant“ mit maximaler PV-Leistung

Elsenfeld, Februar 2022 – In Zusammenarbeit mit einem renommierten Farbhersteller hat SUNOVATION eine neuartige Farb-Beschichtung für Solarglas-Module entwickelt. Entstanden ist eine exklusiv bei SUNOVATION erhältliche Kollektion farbiger Glas-Glas-Module, die durch Ästhetik und hohe PV-Leistung besticht. Neuartige Pigmente sorgen für satte Farbdeckung bei gleichzeitig hoher Transparenz zur optimierten Absorption von Licht auf der Solarzelle. Die Farbkollektion „ColorQuant“ besteht aus 15 exklusiven Farbtönen mit farbtonabhängigen PV-Leistungen von 140-180 Wp/m².

Durch eine Kombination von „Optimierung der PV-Leistung“ und „Minimierung der Leistungsverluste durch Farbgebung“ meistert SUNOVATION mit der neuen Farbkollektion den Spagat zwischen Moduloptik und Modulleistung: Farbgebung in Photovoltaikmodulen führt unausweichlich zu einer gewissen Verringerung der PV-Leistung. Die Herausforderung bei der Entwicklung und Produktion farbiger Solarmodule liegt darin, diesen unerwünschten Einfluss zu minimieren. Die Glas-Glas-Module SUNOVATION eFORM unichrome werden individuell nach Kundenwunsch konfiguriert. Das spezielle Herstellungsverfahren (SCET - Sunovation Cell Embedding Technology) ermöglicht die Anfertigung passgenauer Module mit individuellen Glasaufbauten. Aus der Verwendung leistungsstarker kristalliner PV-Zellen, integrierter Dioden und einer individuell optimierten Zellbelegung resultiert eine maximale PV-Flächenleistung. Kombiniert mit einer speziell entwickelten Technologie zur Farbgebung entstand die exklusive Kollektion leistungsstarker, farbiger PV-Module für die Gebäudeintegration. Basierend auf der Farbgebung durch Interferenz wird das Sonnenlicht wie in einem Prisma aufgespalten. Zur Energieerzeugung benötigtes Licht gelangt weiterhin durch die Farbschichten auf die PV-Zelle, während die für die Farbgebung verantwortlichen Wellenlängen selektiv reflektiert werden. Der Einfluss der Farbgebung auf die Leistungsfähigkeit der PV-Zellen wird durch den Einsatz dieser Technologie auf ein Minimum reduziert.


Anwendung finden die farbigen Glas-Glas-Module insbesondere in Solarfassaden. „In den letzten zwei Jahren konnten wir eine deutlich gestiegene Nachfrage von Architekten und Bauherren nach ästhetisch ansprechenden PV-Modulen, die zugleich einen relevanten Beitrag zur Energiegewinnung in der Gebäudehülle leisten können, verzeichnen.“, so Heribert Ley, Geschäftsführer von SUNOVATION. „Die Farbkollektion „ColorQuant“ kommt daher bei unseren Kunden sehr gut an. Erste Fassadenprojekte mit den neuen Farbtönen sind bereits beauftragt und werden 2022 realisiert.“. Im Gegensatz zu anderen farbigen PV-Modulen bleiben die integrierten PV-Zellen bei sämtlichen Witterungsverhältnissen unsichtbar und behalten ihre farbige Glasoptik aus allen Betrachtungswinkeln bei.

Exklusives 6.000 m² BIPV Glasdach von Architekt Renzo Piano Building Workshops

Eröffnung des russischen Kunstmuseums GES-2 in Moskau

Elsenfeld, Dezember 2021 – Am 4. Dezember 2021 wird im Zentrum von Moskau das Kunstmuseum GES-2 Haus der Kultur der V-A-C Stiftung eröffnet. Das ehemalige Kraftwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert wurde nach einem Entwurf des renommierten Architekten Renzo Piano Building Workshops restauriert und mittels gebäudeintegrierter Photovoltaik in eine imposante „Kathedrale des Lichts“ verwandelt. Dabei wurde das historische Aussehen des Gebäudes aufgegriffen und nach den Grundsätzen nachhaltiger Architektur modernisiert.

Ein exklusives 6.000 m² großes Glasdach aus gebäudeintegrierter Photovoltaik mit einer Leistung von ~1,2 MWp ersetzt das ursprüngliche Glasdach. Renzo Piano wählte hierfür teiltransparente Glas-Glas-Module der Firma Sunovation, die individuell nach seinen Entwürfen gefertigt wurden. Mit über 300 verschiedenen Geometrien wurden die Glas-Glas-Module exakt an die bestehende historische Gebäudestruktur angepasst. Neben der technischen Ausgestaltung spielte das Design der Glas-Glas-Module eine elementare Rolle. Für eine perfekte Integration in seinen Entwurf eines lichtdurchfluteten Gebäudes entschied sich Renzo Piano für einen Transparenzgrad von ~20 % sowie ein individuelles Design der PV-Zellen. Deren Erscheinungsbild wurde mittels Bedruckungen auf verschiedenen Glasebenen in grau und weiß-Tönen in Form und Farbe veredelt. Möglich wurde die Realisierung dieses exklusiven Designs durch das spezielle Produktionsverfahren des Modulherstellers Sunovation, welcher die größte Vielfalt an Individualisierungsmöglichkeiten im Bereich kundenspezifischer BIPV-Module anbietet.

Photo: © Michel Denancé